AZAV-Kosten: Womit du rechnen musst
„Was kostet mich die AZAV?“ Das ist eine der ersten Fragen im Erstgespräch. Eine feste Zahl kann ich dir hier nicht nennen, weil jede fachkundige Stelle eigene Preise hat und dein Aufwand von deinem Angebot abhängt. Aber ich zeige dir, aus welchen Teilen sich die Kosten zusammensetzen und wo du sparen kannst.
Die Kosten im Überblick
Bei der AZAV gibt es zwei Arten von Kosten: die Gebühren der fachkundigen Stelle und deinen eigenen Aufwand.
Gebühren der fachkundigen Stelle
- Trägerzulassung: Prüfung deiner Unterlagen und das Audit in deinem Unternehmen. Der Preis hängt vor allem von der Größe deines Unternehmens, der Zahl der Standorte und den Fachbereichen ab.
- Maßnahmenzulassung: Prüfung deiner Kurse oder Coachings. Bei Maßnahmen bis zum Durchschnittskostensatz kann die fachkundige Stelle eine Stichprobe prüfen, das senkt oft die Kosten.
- Jährliche Überwachungsaudits: Die fachkundige Stelle schaut jedes Jahr, ob du die Anforderungen weiterhin erfüllst.
- Erneute Zulassung: Nach Ablauf der Trägerzulassung steht eine neue Prüfung an. Auch Maßnahmen müssen nach Ablauf ihrer Zulassung neu geprüft werden.
Dein eigener Aufwand
- Aufbau und Pflege deines Qualitätsmanagements,
- Konzepte und Kalkulationen für deine Maßnahmen,
- Zeit für Audits, Teilnehmerbefragungen und Auswertungen,
- auf Wunsch eine externe Beratung.
Was sind B-DKS, und warum sind sie für deine Preise wichtig?
Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Bundesdurchschnittskostensätze, kurz B-DKS. Sie sind der Maßstab dafür, ob die Kosten deiner Maßnahme angemessen sind. Für Gruppenmaßnahmen wird dabei grundsätzlich mit zwölf Teilnehmenden gerechnet.
Liegt deine Maßnahme mehr als 25 Prozent über dem B-DKS, braucht sie eine Kostenzustimmung der Bundesagentur für Arbeit. Dafür musst du besondere Aufwendungen begründen, zum Beispiel mehr Personal, besondere Ausstattung, Barrierefreiheit oder kleinere Gruppen. Das macht das Verfahren aufwendiger und länger.
So hältst du die Kosten im Rahmen
- Angebote vergleichen: Hol dir Angebote von mehreren fachkundigen Stellen ein. Preise und Abläufe unterscheiden sich.
- Gut vorbereitet ins Audit: Jede Abweichung kostet Zeit und manchmal ein zusätzliches Audit. Saubere Unterlagen sparen Geld.
- Nah am B-DKS kalkulieren: Dann bleibt dir die Kostenzustimmung erspart, und die Stichprobenprüfung ist möglich.
- QM schlank halten: Ein System, das zu deiner Größe passt, kostet im Alltag weniger Zeit.
Was kostet meine Beratung?
Das hängt davon ab, was schon da ist und wie viele Maßnahmen du zulassen willst. Im kostenlosen Erstgespräch schaue ich mir deinen Stand an und mache dir danach ein klares Angebot, ohne versteckte Kosten. Mehr zu den Inhalten deiner Kurse findest du auf meiner Seite Didaktisches Konzept.
Häufige Fragen
Was kostet die AZAV-Zulassung insgesamt?
Das hängt von der fachkundigen Stelle, deiner Unternehmensgröße, der Zahl deiner Maßnahmen und deinem eigenen Aufwand ab. Hol dir Angebote von mehreren fachkundigen Stellen ein. Im Erstgespräch helfe ich dir, die Kosten realistisch einzuschätzen.
Bezahlt die Agentur für Arbeit die Zulassung?
Nein. Die Kosten für die Zulassung trägst du selbst. Über den Bildungsgutschein oder den AVGS werden später die Maßnahmen bezahlt, nicht die Zulassung.
Was passiert, wenn meine Maßnahme teurer ist als der B-DKS?
Bis 25 Prozent darüber geht es ohne gesonderte Zustimmung. Liegst du mehr als 25 Prozent darüber, braucht es eine Kostenzustimmung der Bundesagentur für Arbeit mit einer guten Begründung.
Gibt es laufende Kosten?
Ja. Jedes Jahr steht ein Überwachungsaudit an, und auch dein Qualitätsmanagement braucht Pflege. Plane diese Kosten von Anfang an mit ein.
Kann ich bei der fachkundigen Stelle sparen?
Ja, indem du Angebote vergleichst und gut vorbereitet ins Audit gehst. Nachaudits wegen fehlender Unterlagen kosten unnötig Geld.
LL Consulting – Sascha Luike, dein AZAV-Experte.